Juni 2022
EIN APPELL AN DIE MENSCHLICHKEIT
IMPRESSIONEN ZU UNTERGANG UND HOFFNUNG MIT FOTOGRAFIEN VON ALEA HORST
EIN AUSSTELLUNGSPROJEKT VON MENSCHMITMENSCH E.V. UND DER TUFA TRIER.
Es scheint für niemanden hierzulande mehr möglich, die Augen zu verschließen vor dem, was Menschen auf der Flucht erleben, erdulden, erleiden müssen. Medienberichte tendieren jedoch dazu, Erfolge der europäischen Flüchtlingshilfe durch die Politik lobend zu präsentieren, doch entspricht es den Realitäten?
Alea Horst ist ohne Scheu und Zögern dorthin gereist, wo ein Untergang von Mitmenschlichkeit sichtbar und fühlbar ist: Bosnien, Lesbos, Syrien, Afghanistan. Sie zeigt mit ihren Fotografien die von ihr gesehenen und erlebten Realitäten und wie wichtig es ist, in der großen Masse den einzelnen Menschen nicht zu übersehen. Zwar sind die Fotos durch ihre Kamera entstanden und aus ihrem Blickwinkel heraus, doch lässt sie dem Betrachter die Freiheit, sich sein eigenes Urteil zu bilden. Eine Ausstellung von mehr als 120 Fotografien unterschiedlicher „Schauplätze“ mit erklärenden Texten erlaubt einen Gesamtblick auf die immer mehr zunehmende Brutalität im Umgang mit Flüchtenden und Geflüchteten, mit von unserer Gesellschaft Vergessenen.
Programmübersicht (für eine größere Ansicht bitte anklicken):
Ausstellung auf Tour in Bayern
"Ein Appell an die Menschlichkeit" in Regensburg, Straubing, Donaustauf und München
Die Ausstellung "Ein Appell an die Menschlichkeit" ging nach unserer Präsentation an der Kunstbrücke Gartenfeld dank Space-Eye e.V.auf Tour:
- vor dem Regensburger Dom,
- auf dem Steiner-Thor-Platz in Straubing,
- im Fürstengarten Donaustauf,
- vor der Erlöserkirche in München.
März 2021
19.650,00 Euro - Ein tolles Ergebnis unserer Spendenaktion "Ein Appell an die Menschlichkeit"
Wir, das Aktionsbündnis der Vereine menschMITmensch e.V. Trier - a smile for nepal e.V. Trier - catch a smile asbl Luxemburg, freuen uns ungemein über das Ergebnis unserer Spendenaktion EIN APPELL AN DIE MENSCHLICHKEIT, die den körperbehinderten Geflüchteten in den Lagern auf Lesbos zugute kommen wird. Wir danken an dieser Stelle all den SpenderInnen für ihre Großzügigkeit und vor allem ihre Mitmenschlichkeit, die zu der großartigen Summe von insgesamt 19.650,00 Euro geführt haben.
Wir möchten Ihnen allen nochmals an dieser Stelle versichern, dass diese Ihre Unterstützung direkt und ohne Abzug den vor Ort agierenden Helfern zur Verfügung gestellt wird. Es werden dringend medizinische und physiotherapeutische Ausrüstung und Behandlungen benötigt, wozu u.a. die Bereitstellung von Rollstühlen, Orthesen u.v.m. gehört, und nicht zuletzt auch einfach nur die Anschaffung von Lebensmitteln.
Fabiola Velasquez von der Organisation „Earth Medicine“ ist auf Lesbos ganz nah dran und gerade in diesen Tagen sehr darum bemüht, einem 19-jährigen Flüchtling mit kaputter Hüfte eine Operation zu ermöglichen. Dank dieses chirurgischen Eingriffs hat der Junge gute Chancen, wieder laufen zu können – so die ärztliche Prognose. Auch regelmäßig vor Ort im Einsatz ist Professor Gerhard Trabert aus Mainz. Der Vorsitzende des Vereins „Armut und Gesundheit in Deutschland e.V.“ arbeitet eng mit Fabiola zusammen und leistet unermüdlich jedmöglichen medizinischen Beistand. Beide berichten regelmäßig in den Medien über die aktuelle Situation und ihre entsprechenden Einsätze. Mit aussagekräftigen Fotografien werden sie hierbei unterstützt von Alea Horst, deren Foto-Ausstellung auf der Kunstbrücke Gartenfeld in Trier ausschlaggebend für unsere Spendensammlung war.
Nochmals vielen herzlichen Dank – im Namen aller Hilfsbedürftigen – für Ihre sowohl menschliche wie auch finanzielle Unterstützung.
Hier Fotos von Alea Horst von der Arbeit des medizinischen Teams um Dr. Trabert & Fabiola Velasquez auf Lesbos:
November 2020
Ein Appell an die Menschlichkeit - Fotografien aus Moria von Alea Horst an der Kunstbrücke Gartenfeld
Sehr betroffen von den Ereignissen der letzten Wochen in Moria - und jetzt Kara Tepe - können wir nicht begreifen, dass es an Willen für politische Lösungsfindungen auf Bundes- sowie auf europäischer Ebene fehlt und wollen uns für eine humanitäre Lösung einsetzen. Dafür haben wir unsere Vereine menschMITmensch e.V. Trier, a smile for nepal e.V. Trier und catch a smile asbl Luxemburg zu einem Aktionsbündis zusammengeschlossen. Auf der Kunstbrücke Gartenfeld wollen wir mit einer großformatigen Fotoausstellung auf die katastrophalen Zustände in Moria aufmerksam machen.
Videos zur Fotografin Alea Horst:
März 2019
GYMNOS
Vom 22. März bis 13. April zeigt die Ausstellung „GYMNOS“ Fotografien, Videokunst und Installationen, die in Zusammenarbeit mit Künstlern aus Belgien, Luxemburg, Spanien, Frankreich und Deutschland entstanden sind.
Wir präsentieren zusammen mit Saeed Hani die Kunstausstellung „GYMNOS“ in der Galerie Netzwerk.
„Nach 26 Jahren in einer Gesellschaft, in der Nacktheit immer mit Scham und Sünde in Verbindung gebracht wurde, spürte ich in Deutschland zum ersten Mal die Freiheit, meine Tänzer und mich für meine Kunst auszuziehen“, so Saeed Hani. In den dreieinhalb Jahren seit seiner Ankunft in Trier tanzte Hani Möller nicht nur in zahlreichen Theater- und Kompanieproduktionen, sondern inszenierte auch zwei eigene Stücke: „One Night Stand“ und „Dem Menschen ein Wolf“. Neben ihren umjubelten Premieren in der Tufa waren sie auch auf internationalen Tanzfestivals zu sehen. Im Rahmen der letzten Produktion entstand eine Fotoreihe mit Aufnahmen des belgischen Fotografen Bert van Pelt, die sich gekonnt zwischen virtuoser Zartheit und brachialer Wuchtigkeit bewegt.
Neben seiner Tätigkeit als Tänzer und Choreograf steht Saeed Hani zudem regelmäßig als Model vor der Kamera. Das Ergebnis sind Aktdarstellungen, die durch ihre Sinnlichkeit und Ästhetik als klares Statement gegen ein System der aufgezwungenen Scham und visuellen Keuschheit zu verstehen sind. Sie sind ein Appell für einen freieren Umgang mit Körperlichkeit und Nacktheit. Ergänzt werden die Arbeiten von Szenenfotos und Videos aus beidenTanzstücken sowie Rauminstallationen, die mit Unterstützung des Vereins menschMITmensch e.V. entstanden.
April 2016
WAS IST ANDERS HIER?
Flüchtlinge fotografieren das Andersartige in ihrer neuen Heimat.
Erste Ergebnisse wurden in einer Fotoprojektion mit Musik und deutsch/arabischen Texten anlässlich der Ausstellung Kunstasyl in der TUFA Trier zusammengefasst.
Die Akteure des Projektes Fotografie bei der Arbeit.
Abdelahad Boutros und David Schmitz bei der Fotoarbeit am Moselstadion Trier.